Thema: Interessentengewinnung mit Twitter

Wenn sich jemand für die Nutzung von Twitter im Geschäftsleben entschieden hat, ein klares Konzept hat, und dies auch konsequent durchzieht, wird Twitter in seiner Kommunikation nicht mehr missen wollen.

Voraussetzung für die Begeisterung (wie bei so vielem im Leben): Auf die richtige Strategie kommt es an.

Ich möchte in diesem Artikel meine eigenen Erfahrungen mit Twitter wiedergeben, und mit welcher Strategie ich heute meine Follower aufbaue. Zunächst vorab: Die Nutzung von Twitter dient für mich vorwiegend geschäftlichen Zwecken. Überwiegender Zweck meiner Tweets ist der Hinweis auf Informationen, die ich in meinem Informationsportal (Blog) zur Verfügung stelle. „Informationen“ heißt „Mehrwert“, nicht direkte „Werbung“ (wobei natürlich klar ist, dass im Ergebnis immer das Wörtchen „Umsatz“ eine Rolle spielt). Leuten, die mich ausschließlich mit Werbung vollbluppern, und das möglichst noch im Minutenabstand, entfolge ich. Und ich gehe davon aus, dass andere das bei mir genau so machen würden.

Zurück zum Thema „Interessentengewinnung mit Twitter“ (ich sage hier bewusst „Interessentengewinnung“, nicht „Kundengewinnung“, denn bevor ich einen Kunden gewinne, brauche ist erst einmal einen Interessenten):

Ich beobachtete eine Zeitlang ein Unternehmen, das sich in Twitter registriert hat, danach 5 oder 6 Tweets abgesetzt hat, um sein Unternehmen mühsam (140-Zeichen-weise) vorzustellen und auf seine Webseite hinzuweisen. Danach passierte nichts mehr. Wenn ich heute in dem Unternehmen nach den Erfahrungen mit Twitter nachfragen würde, erhielt ich sicherlich die Antwort: „Das funktioniert nicht. Wir sind dort auch registriert. Aber Interessenten haben wir damit noch keinen gewonnen.“

Stimmt. Das funktioniert auch nicht. Um Interessenten zu gewinnen, d. h. Klicks aus Twitter heraus auf seine eigene Seite zu erhalten, braucht man zwei wichtige Dinge:

1. die richtigen Follower (und zwar möglichst viele davon)

2. regelmäßige Tweets, d. h. Nachrichten mit Neuigkeiten und Informationen. Nachdem ich also gelernt hatte, wie meine Tweets aussehen müssen und welche „Dosierung“ sinnvoll ist, musste ich nun die richtigen Follower finden. Follower gewinnt man in der Regel dadurch, indem man selbst Leuten folgt, also quasi auf sich aufmerksam macht, in der Erwartung, dass sie einem zurückfolgen. Ein Button auf der eigenen Homepage „Folgen Sie uns auf Twitter“ kann diesen Prozess sicherlich unterstützen, führt aber alleine in der Regel nicht zum Erfolg. Außerdem kennen diese Besucher ja Ihr Unternehmen schon.

Ein Tool, das mich dabei unterstützt hat, und für relativ wenig Geld gute Dienste leistet, ist der Tweet-Adder, mit dem ich sehr gut nach den richtigen Follower suchen (z. B. nach Stichworten und anderen Kriterien) und diesen folgen kann. Ein weiteres Werkzeug, das ich zum Verwalten meiner Kontakte nutze, ist TWERP SCAN.

Nun also zum Konzept der „richtigen Follower“: Anfangs habe ich den Tweet-Adder dazu genutzt, wahllos irgendwelchen Leuten zu folgen, die mir auch zu ca. 10 % zurückgefolgt sind. Manchmal habe ich dabei auch blöde Bemerkungen einkassiert, dass jemand meine Tweets nicht lesen kann. Naja, macht ja auch keinen Sinn, einem Japaner oder Russen zu folgen, der seine Tweets ausschließlich in seiner Landessprache schreibt, und der von meinen Tweets genau so wenig versteht wie ich von seine :n-). Also aufgeben? Doch alles manuell erledigen? oder ein neues Konzept?

Die entscheidende Idee erhielt ich vor 1 1/2 Jahr auf einer Tagung in Frankfurt. Ein Unternehmen erzählte mir, dass sie selbst in Twitter aktiv sind, mehrere Tausend Follower haben, selbst aber nur sehr wenigen Leuten folgen. Daraufhin habe ich für mich Kriterien definiert, nach denen ich Leuten folge, oder ggf. auch wieder entfolge. Eines dieser Kriterien ist z. B., dass ich mir Accounts anschaue, deren Follower auch meine Zielgruppe sein könnten. Diese Follower mache ich dann auf mich aufmerksam, indem ich ihnen folge. Ein Teil davon folgt mir dann zurück.

Aber was nützt mir ein Follower, der mir nur folgt, weil ich ihm folge, meine Tweets aber niemals lesen wird. Abhängig von Anzahl und Inhalt der Tweets, die ich versende, erhalte ich etwa 3 – 5 Klicks pro abgesetzten Tweet. Klingt zunächst wenig, summiert sich aber. Wichtig ist, dass Ihre künftige Twitter-Strategie zu Ihrer Gesamt-Strategie und Ihrem Marketing-Konzept passt

. Einen sehr guten Artikel „Sieben Gründen, warum Sie twittern sollten, fand ich übrigens auch hier: http://merit-medien.blogspot.com/2010/11/sieben-grunde-warum-sie-twittern.html

Mein Tipp: Einfach loslegen und ausprobieren !

Viel Erfolg beim Twittern und bei Ihren ersten Tweets.

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Veröffentlicht von

//hubertbaumann.com/

Unternehmensentwicklung / Business Development – Autor (Buch, Print, Online) – Systemische Beratung / Coaching – Haibach / Aschaffenburg, Wien, Österreich.

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