Social Media Buttons – Fluch oder Segen?

Ein Gastartikel von: Christoph Hübner

Social Media Buttons

Die Einbindung von Social Media Buttons ist heutzutage längst der Standard für Blog- und Webseitenbetreiber; meistens findet man sie am Ende von Artikeln und auf der Startseite. Viele Webseiten gehen dazu über, diese „Gefällt-Mir“-Buttons auch auf die eigene Seite einzubinden. Diese dienen dann als Aushängeschild, um die Popularität der entsprechenden Seite zu unterstreichen und so eine höhere Besucheranzahl zu bündeln.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Neben den bekanntesten Diensten von Facebook, Google+ und Twitter gibt es noch zahlreiche andere Dienste, die Buttons von ihrem sozialen Netz anbieten. Eine Seite mit vielen dieser Buttons sieht auf den ersten Blick überladen aus. Jedoch ist in Anbetracht der Beliebtheit von sozialen Netzen kaum davon abzuraten, zumindest auf die wichtigsten drei Anbieter; Google+, Twitter und Facebook sollte man nicht verzichten. Besonders der Gefällt-Mir-Button von Facebook ist für die meisten Betreiber unumgänglich. Dort befinden sich über 750 Millionen Nutzer, davon allein 20 Millionen in Deutschland; alles potentielle Leser.

Google +1

Dabei sollte man das Pendant von Google nicht außer Acht lassen; zwar lassen die Nutzerzahlen von 40 Millionen Mitgliedern den Schluss zu, dass man auf die Integration von der +1 Schaltfläche verzichten könnte, jedoch betreibt Google auch die größte Suchmaschine und ist somit unverzichtbar für Webseitenbetreiber. Allein in diesem Jahr hat Google seinen Suchalgorithmus 500 neue Kriterien hinzugefügt. Demnach ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der +1 Button Auswirkungen auf Suchergebnisse haben wird.

Einfache Buttons bieten keine Privatsphäre

Allerdings laufen Datenschützer mittlerweile Sturm gegen diese Buttons. So werden die angesteuerte URL, die verwendete IP-Adresse und ähnliche Daten an die Betreiber der sozialen Netzwerke sogar dann übermittelt, wenn man den Button gar nicht angeklickt hat. Die Gefahr bei dieser Übermittlung ist, dass die Betreiber von sozialen Netzwerken anhand der besuchten Seiten Surf-Profile erstellen können; weil sie die erhaltenen Daten direkt mit einer Person verknüpfen können. Selbst Nutzer, die bei keinem der sozialen Dienste angemeldet sind, werden bei jedem Aufruf einer Webseite, anhand einer automatisch übermittelten Kennung an die Betreiber erfasst. So könnte diese Kennung bei einer späteren Anmeldung wieder einer Person zugeordnet werden.

2-Klick-Lösung

Eine datenschutzfreundliche Lösung hierfür bietet heise.de in Form eines 2-Klick-Buttons. Daten werden dadurch erst übermittelt wenn der Nutzer seine Bereitschaft dazu signalisiert hat. Dadurch wird das automatisierte übertragen von Daten unterbunden. Erst wenn man durch einen Klick die Schaltfläche aktiviert hat, kann man die Seite entsprechend weiter empfehlen. Bei dem Aufruf weiterer Seiten auf der selben Domain erscheint wieder der deaktivierte Button. So kann man die sozialen Netze nutzen, ohne dass diese gleich komplette Surfprofile erstellen können.

Gastautor: Christoph Hübner, IT-Experte im Online-Marketing bei twago, studiert momentan Wirtschaftsinformatik in Kempten und bloggt über Social Media und IT-Projektmanagement.

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Unternehmensentwicklung / Business Development - Autor (Buch, Print, Online) - Systemische Beratung / Coaching - Haibach / Aschaffenburg, Wien, Österreich.