Thema: Newsletter ! Warum sollte ein Kunden Ihren Newsletter lesen? Wenn er Monat für Monat ausschließlich aus Werbung und Selbstbeweihräucherung besteht?

Wenn die vielen „Newsletter“, die wir täglich erhalten, auch wirkliche „News“ beinhalten würden, was hätten wir dann für ein Wissen? Oder benennen wir sie einfach um: In „Werbeletter“? Das trifft den Inhalt sicherlich in vielen Fällen besser. 🙂

 

… „Möchten Sie auch unseren Newsletter?“

Kennen Sie diese Frage?

Letzte Woche fragte mich ein Anbieter am Telefon, ob er denn meine Mailadresse haben könnte, damit er mir regelmäßig seinen Newsletter zuschicken kann. Meine Antwort ist eigentlich immer die Gleiche: „Nein“.

Denn allzu oft verwechseln Firmen einen „News“-Letter mit einem „Werbung“-Letter, was sehr schnell dazu führt, dass die Mails entweder sehr schnell gelöscht oder gleich wieder abbestellt werden.

Abgesehen von klassischen Newslettern mit Sonderangeboten, wie sie z. B. Aldi, Hofer, Lidl und Co. versenden, und bei denen ich mich bewusst dafür entscheide, wöchentlich auf die neuesten Angebote des Unternehmens hingewiesen zu werden, sollte man sich bei einem Newsletter mit Werbung zurückhalten. Denn was sollte mich dazu bewegen, an meinem Briefkasten einen Aufkleber „Keine Werbung bitte“ anzubringen, mich aber per E-Mail bewusst mit Werbung überhäufen zu lassen?

„Doch was bringt ein Newsletter dann noch?“ Höre ich jetzt vielleicht den ein oder anderen fragen „Immerhin ist doch mein eigentliches Ziel, Werbung zu machen, und damit meine Produkte anzubieten.“

Gestatten Sie mir einen Exkurs in meine eigene Praxis. Seit einigen Jahren unterstütze ich mittelständische Unternehmen in Vertrieb und Marktauftritt. Dazu gehört natürlich auch das Thema Öffentlichkeitsarbeit und Werbung. In der Regel haben wir bei diesen Unternehmen etwa einmal pro Monat einen Newsletter verschickt. Die Regelmäßigkeit war dabei aber eigentlich gar nicht so wichtig. Wenn wir in einem Monat keine aktuellen Informationen hatten, haben wir auch mal das Intervall auf 6 Wochen nach oben gesetzt.

Das gleiche galt, wenn wir merkten, dass die Unsubscribe-Mitteilungen unverhältnismäßig zu nahmen. Generell merkten wir in den Tagen nach dem Versand, dass die Kontaktanfragen und die Zugriffe auf unsere Internetseite deutlich zunahmen. Doch das Erstaunliche war, dass sich die Anfragen in den seltensten Fällen auf Themen in unserem Newsletter bezogen. Es war allein die Erinnerung an unser Unternehmen, das die Kunden dazu bewegte, sich wieder einmal zu melden oder unsere Internetseite zu besuchen.

Kommen wir nun zum Inhalt. Generell sollte ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Sachinformationen, Unternehmensinformationen und Eigenwerbung bestehen.

Warum sollte ein Kunden Ihren Newsletter lesen? Wenn er Monat für Monat ausschließlich aus Werbung und Selbstbeweihräucherung besteht?

Ich empfehle in der Regel 3 – 5 Themen, auf keinen Fall mehr. Beginnen sollten Sie mit einem Überblick, mit einem Inhaltsverzeichnis, das idealerweise auch ein direktes Springen auf das gewünschte Thema zulässt. Bei diesen 3 – 5 Themen sollten die Sachinformationen und Fachinformationen überwiegen. Was gibt es Neues in der Branche, neue Entwicklungen, Tipps und Tricks im Umgang mit ihren Produkten etc. . Von den verbleibenden Themen kann durchaus eine Unternehmensinformation sein. Der Verweis auf eine Messe, die Eröffnung einer neuen Niederlassung, ein neuer Ansprechpartner für einen bestimmten Bereich etc. Und als letzten Punkt durchaus auch noch ein Punkt mit einem aktuellen Angebot.

Wenn Sie häufiger Newsletter an einen größeren Empfängerkreis verschicken, empfehle ich Ihnen den Einsatz einer professionellen Newsletter-Software. Das ermöglicht nicht nur, dass Sie Ihre Mails personalisiert versenden können, sondern auch ein entsprechendes Tracking. So können Sie mitverfolgen, wer Ihre Newsletter überhaupt öffnet und welche Links angeklickt werden. Außerdem vermeidet man auf diese Weise das Versenden von Mails mit offenem Verteiler, wie man das (leider) hin und wieder sieht.

Achten Sie in Ihrem eigenen Interesse auch auf die gesetzlichen Bestimmungen Ihres Landes bezüglich dem Versand. Vollständige Absenderangabe mit den rechtlichen Hinweisen auf Telekommunikationsgesetze etc. sind absolutes Muss. Manchereiner riskiert sonst schnell eine Abmahnung. Auch ein entsprechender Hinweis für das Abbestellen des Newsletters darf auf keinen Fall fehlen. Wenn Sie nicht sicher sind, fragen Sie vorsichtshalber vorher einen Fachanwalt.

Lassen Sie Ihren Newsletter vor dem Versand von einem Kollegen oder einer Kollegin, der/die idealerweise nicht mit den Details vertraut ist, querlesen. So können Sie unklare Formulierungen erkennen und vermeiden Flüchtigkeitsfehler in der Rechtschreibung.

Wenn Sie lieber klassische Werbebriefe verschicken, habe ich im Magazin Unternehmerweb noch einen interessanten Artikel gefunden.

Und damit Ihre E-Mail-Newsletter nicht gleich im Spam-Filter landen, dazu habe ich gerade im Blog des CRM-Managers noch etwas gefunden.

In diesem Sinne Ihnen ein erfolgreiches Gelingen bei der Erstellung Ihrer nächsten Newsletter.

Hubert Baumann
Unternehmensentwicklung / Business Development, Außenauftritt

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Veröffentlicht von

//hubertbaumann.com/

Unternehmensentwicklung / Business Development - Autor (Buch, Print, Online) - Systemische Beratung / Coaching - Haibach / Aschaffenburg, Wien, Österreich.

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