Umsatz unerwünscht – Die Story mit den Geschenkgutscheinen …


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Vor einiger Zeit suchte ich nach einem Geschenkgutschein anlässlich eines besonderen Jubiläums. Eigentlich eine schnelle und unkomplizierte Angelegenheit – dachte ich – und zog mit meinem 50-Euro-Schein in der Tasche los. Doch warum machen manche Geschäften ihren Kunden das Kaufen so unnötig schwer? Lesen Sie die ausführliche Geschichte:

Geschäft 1 – der Geschenkgutschein mit kleinen Einschränkungen: Einen Gutschein stellt man mir natürlich gerne aus. Allerdings gilt dieser nur für einen Teil des Warensortiments. Warum das so ist, war für mich nicht nachvollziehbar. Schließlich wollte ich ja mit echten Bargeld bezahlen, und hätte ich mich direkt für eine Ware entschieden, hätte er mein Geld ja auch genommen. Nur über den Zwischenschritt „Gutschein“ war das nicht mehr möglich. Das gefiel mir nicht. Dumm, wenn der Beschenkte sich nun ausgerechnet für ein Produkt interessiert, das er am Ende mit dem Gutschein gar nicht bezahlen kann.

Geschäft 2 (ein Einkaufszentrum) erklärte mir, dass ich den Gutschein auf jeden Fall in einem Betrag einlösen müsse. Teileinlösungen oder Rückgeld gäbe es leider nicht. Ich entschied mich folglich für 5 Einzelgutscheine zu je 10 EUR, anstatt einem Gutschein über 50 Euro. Das änderte sich allerdings schnell als ich hörte, dass dann natürlich auch 5 x die Gutscheingebühr bezahlen müsse. Eine Gutscheingebühr? Das wollte ich jetzt nicht glauben und steckte meine 50 Euro wieder ein.

Nun gehöre ich zu jenen Spezies, die bei solchen Dingen sehr schnell die Lust verliert. Ich entschied mich, mein Geld wieder mit nach Hause zu nehmen, um es dem Jubilär in bar zu überreichen. Es gibt ja auch Möglichkeit, ein Geldgeschenk nett herzurichten wie z. B. in diesem Büchlein „Geld schenken …“ beschrieben.

Der Vorteil für den Beschenkten: Er kann sein Geld nun ausgeben, wann und wo er will. Ohne Einschränkungen in der Produktauswahl, ohne Mindestumsatz und verteilt auf beliebig viele Geschäfte.

„Dumm gelaufen“ allerdings für die beiden Geschäfte: Denn sie werden bei dieser Variante mit größter Wahrscheinlichkeit leer aus.

Mein Tipp: Machen Sie Ihren Kunden das Kaufen so leicht wie möglich.
Das gilt auch bei Geschenkgutscheinen.

Für die Ausstellung von Gutscheinen eine Gebühr zu nehmen, ist zwar sachlich nachvollziehbar, aber unter Umständen umsatzverhindernd.

Als Beschenkter würde ich mir einen Gutschein wünschen, den ich nicht auf einmal ausgeben muss, sondern auch in Teilbeträgen einlösen kann. Ein freies Feld auf der Gutschein-Rückseite mit dem verbleibenden Restguthaben könnte signalisieren, dass ich in dem Geschäft auch gerne mehrmals willkommen bin.

Bezahlt macht sich dieser Mehraufwand allemal. Denn immerhin wird ein Geschenkgutschein in der Regel beim Kauf in bar bezahlt. Es ist also 100%-ig sicherer Umsatz. Ganz gleich ob, wann und wofür der Gutschein am Ende eingelöst wird.

Warum die beiden Geschäfte mit unnötigen Hindernissen den Kauf von Geschenkgutscheinen erschweren und damit auf den sicheren Umsatz verzichteten, bleibt mir bis heute ein Rätsel.

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Unternehmensentwicklung / Business Development - Autor (Buch, Print, Online) - Systemische Beratung / Coaching - Haibach / Aschaffenburg, Wien, Österreich.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Genau aus solchen Gründen ist die Idee zu SchenkSchein entstanden. Geschäfte sollten den zusätzlichen Service „Geschenkgutscheine“ kostenlos und universell verwendbar anbieten.

    Gleichzeitig freuen sich Kunden über die Möglichkeit Geschenkgutscheine zu personlisieren und online zu kaufen.

    Viele Grüße aus Berlin,
    Pascal

  2. Also diese Art der Erfahrung ist sicherlich vielen Konsumenten nicht erspart geblieben. Interessant ist der Vorschlag, dass beim Gutschein auf der Rückseite vermerkt werden soll, ob noch ein Restguthaben besteht. Das ist ein sehr guter Ansatz den sich der Einzelhandel ruhig mal annähern kann.

    :-)

    Grüße

    Kaba

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