Expertenbeitrag: Hypnose – Mythos oder ungeahnte Möglichkeit?

Seit vor etwa 3 Wochen der private Rundfunksender „Antenne Bayern“ sein Hypnoseexperiment mit der Abnehmhypnose startete, bei dem die Zuhörer live über’s Radio teilnehmen konnten, ist Hypnose zumindest in Bayern in aller Munde. Auch ich habe mich beteiligt und die ersten Erfolge sind schon deutlich sichtbar. 🙂

Doch Hypnose kann wesentlich mehr als Menschen zum Abnehmen animieren. Stärkung des Selbstbewusstseins, Stressreduzierung, Steigerung der Konzentration, besser Schlafen, mehr Energie, sind nur einige Beispiele, wie uns Hypnose in unserem Alltag (sowohl privat als auch beruflich) behilflich sein kann. 

Unser heutiger Expertenbeitrag von Hypnosecoach Silvia Gunsilius erklärt uns Hintergründe und Anwendungsmöglichkeiten. Herzlichen Dank an Silvia Gunsilius für diesen Beitrag:

Hypnose – Mythos oder ungeahnte Möglichkeit?

Silvia Gunsilius Hypnosecoach

Vorab, Hypnose ist keine Show und keine Scharlatanerie. Vergessen Sie zunächst alles, was Sie vorher in diesem Zusammenhang gehört haben und löschen Sie das Bild in Ihrem Kopf, bei dem Eingeborene um ein Feuer hüpfen und man erzählt, dass brauche es, um in Trance zu kommen und Hypnose zu nutzen.

Aber was ist eigentlich Hypnose genau?

Hypnose ist ein schlafähnlicher Zustand, vergleichbar mit dem Zustand kurz vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen, bei dem ein direkter Kontakt mit dem Unterbewusstsein möglich ist. Man ist in einem Zwischenzustand, nicht ganz da, aber auch nicht ganz weg.

Deshalb spricht man hier auch von einem dritten Bewusstseinszustand zwischen dem Wach- und Schlafbewusstsein. Sie sind weder ganz ausgeschaltet, noch willenlos und könnten gegebenfalls auch aussteigen, wenn Sie das denn wollten. Aber glauben Sie mir, dass werden Sie nicht wollen, sobald Sie merken, wie angenehm sich das anfühlt. Sie sind da in keiner Form gefangen.

Zu den Fakten, die wissenschaftlich belegt sind: Psychologen der Uni Tübingen haben in Vergleichstests nachgewiesen, dass Studienteilnehmer mit Hypnose deutlich schneller an Kilos verloren, sich besser und ausgeglichener fühlten und keinen Jojo-Effekt hatten.

Dass die Gehirnströme sich in Hypnose verändern ist ebenfalls durch Messungen nachgewiesen.

Die Aktivität der logisch-analytischen Hirnteile nimmt dabei ab, die der intuitiven-bildhaften Region nimmt zu. Und die Hypnose arbeitet mit Bildern.

Aber was machen wir Hypnotiseure denn nun genau?

Wir „lotsen“ Sie in einen angenehmen Entspannungszustand und geben Ihnen die Suggestionen vor, die für die Erreichung Ihres Zieles wichtig sind, diese werden dann in Ihrem Unterbewusstsein verankert und tragen zu einer positiven Veränderung im gewünschten Bereich bei. Sie können sich das quasi wie eine Umprogrammierung vorstellen. Dabei brauchen Sie keine Angst vor unlauterer Manipulation haben, denn Ihr Unterbewusstsein nimmt nur das an, zu was Sie innerlich auch bereit sind.

Wir arbeiten also mit keiner dunklen und fremden Macht, sondern nur mit uns selbst. Das heisst, wir nutzen lediglich unser gesamtes Potenzial, das Bewusstsein und das Unterbewusstsein. Wikipedia erklärt hierzu sehr anschaulich:

https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Unbewusste

Freud kam auf der Grundlage der Erfahrungen, die er mit seinen Patienten machte, zunächst zu einer quasi räumlichen Unterscheidung dreier psychischer Bereiche der menschlichen Seele:

  1. Das Bewusste: Seine verschiedenen Inhalte können nach Belieben in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und beiseitegelegt werden (Vorstellungen, Gedanken und Wahrnehmungen).
  2. Das Vorbewusste: Dies sind seelische Inhalte, auf die das Bewusstsein nicht sofort zugreifen kann, die jedoch durch Suchen nach Zusammenhängen auftauchen oder einem „einfallen“ (wie der Name eines länger nicht gesehenen Bekannten, den man auf der Straße trifft). Diese Inhalte sind relativ leicht zugängliche Gedächtnisinhalte.
  3. Das Unbewusste: Trotz willentlicher Anstrengung kann ein seelischer Inhalt nicht direkt bewusst gemacht werden; es bedarf hierzu des Handwerkszeugs bestimmter Methoden wie der psychoanalytischen Technik oder auch der in der Freud’schen Psychoanalyse jedoch nicht mehr praktizierten Hypnose.

Naja, wobei das „nicht praktiziert“ im letzten Satz so nicht stimmt.

Das Handwerkszeug der Hypnose wird aber noch nicht wieder in dem Maße genutzt, wie es das bräuchte, um einen optimalen Nutzen herauszuziehen.

Aber nicht erst Freud beschäftigte sich mit Hypnose. Daran sieht man, dass Hypnose nichts Neues ist und schon gar keine Modeerscheinung. Und ich bin der Meinung, dass wir Erkenntnisse von früher nutzen sollten, wobei wir den Vorteil haben, dass wir die Wirkungsweise heute besser erklären können.

Denn es gibt schliesslich nichts dagegen einzuwenden, für die Erreichung seiner Ziele die ganze Kraft, anstatt nur der halben zu nutzen oder?

Tatsache ist jedenfalls, dass wir bewusst nicht an Verhaltensweisen herankommen, die wir unbewusst verinnerlicht haben, auch wenn wir in unserer kopflastigen Gesellschaft denken, dass wir alles „nur“ mit dem Kopf lösen können. Aber wenn das so wäre, warum fällt es uns dann so schwer, lästige Gewohnheiten wie Rauchen oder den übermässigen Konsum von Süssigkeiten einfach wieder abzulegen?

Die Antwort darauf kann uns unser Kopf nicht geben. Aber unser Unterbewusstsein. Und die Hypnose ist der Schlüssel zum Unterbewusstsein.

Die Anwendungsgebiete sind so vielfältig, dass sie gar nicht alle aufgeführt werden können. Stärkung des Selbstbewusstseins, weniger Stress, Steigerung der Konzentration, besser Schlafen, besser entspannen, keine Prüfungsangst mehr, mehr Energie, zur inneren Stärke finden, mehr verkaufen usw.

Ich würde also behaupten, dass die Hypnose immer mehr Einzug in unser Leben hält, zumal jetzt auch vermehrt die Medien darüber berichten. Dadurch verlieren die Menschen glücklicherweise nach und nach ihre Vorbehalte, die sie völlig zu unrecht hatten. Und meine Prognose ist, dass der Hypnose eine ganz grosse Zukunft bevorsteht, wenn die Menschen erst verstanden haben, was sie mit deren Hilfe erreichen können.

TIPP: Wer keinen Hypnotiseur um die Ecke hat oder Scheu dahinzugehen, kann neuerdings auch Mentaltrainingsdateien mit Hypnose-Elementen auf MP3 nutzen, die bestimmte Standards abdecken. Die lassen sich bequem aus dem Internet runterladen und sind zur Hand, wenn man sie braucht. Ausserdem nehmen sie natürlich nur einen Bruchteil der Zeit in Anspruch, die man für eine oder mehrere Hypnosesitzungen brauchen würde.

Falls Sie sich für dieses Thema interessieren dann schauen Sie doch bei Gelegenheit in meinen Onlineshop http://www.hypnocoach-online.de (Werbelink zu meinem Onlineshop) in dem ich regelmässig Blogbeiträge schreibe oder nutzen Sie auch gern meinen Gratis 7-Punkte Guide „Wie du Stress die kalte Schulter zeigst“, der hier http://mein-mentaltraining.de/ abrufbar ist.

Herzlichst
Silvia Gunsilius

Für Expertenbeiträge und deren Inhalte und Verlinkungen sind die Autoren selbst verantwortlich.

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Veröffentlicht von

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Unternehmensentwicklung / Business Development - Autor (Buch, Print, Online) - Systemische Beratung / Coaching - Haibach / Aschaffenburg, Wien, Österreich.

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