Damit der Weihnachtsgruß nicht zum Werbe-Spam wird

Ein Newsletter-Programm gehört in vielen Unternehmen mittlerweile zum guten Ton. Meist ist diese Funktion auch schon in modernen CRM-Anwendungen als Standard oder Option enthalten.

So ist auch das Versenden der Weihnachtsgrüße ruckzuck erledigt. Kunden, Lieferanten, sonstige Kontakte und alle, deren E-Mail-Adresse man sonst noch in seinem CRM-Tool findet, sind im Handumdrehen automatisiert bewünscht. … vielleicht noch ergänzt mit einer langen besinnlichen Weihnachtsgeschichte oder einem Link zu einer animierten Webseite oder anderen Gimmicks.

Planen Sie den Versand von Weihnachtswünschen in dieser Form? Ich möchte Sie heute gerne zu einer kleinen Übung einladen.

Ich möchte Sie bitten, sich selbst folgende Fragen ehrlich zu beantworten:

  1. Wieviele Weihnachtsgruß-E-Mails erhalten Sie üblicherweise in den letzten drei Tagen vor Weihnachten?
  2. Wieviele dieser Weihnachtsgeschichten haben Sie gelesen und können sich an deren Inhalt und den Bezug zum Absender erinnern?
  3. Wieviele der enthaltenen Links haben Sie angeklickt?
  4. Wie lange war die Verweildauer dieser E-Mail in Ihrem Posteingang, nachdem Sie sie entdeckt haben? 1 Minute, 20 Sekunden, 3 Sekunden? Oder noch kürzer?

Je nachdem, wie Sie diese Fragen nun beantwortet haben, fragen Sie sich jetzt, warum sich die Empfänger Ihrer E-Mail anders verhalten sollten als Sie selbst? (Diese Übung eignet sich übrigens auch für viele andere Dinge im Alltag.)

Danach entscheiden Sie, ob Sie Ihre Weihnachtsgrüße heuer per Serien-E-Mail verschicken. Oder ob Sie vielleicht doch kurzfristig eine andere Möglichkeiten finden, Ihren Kunden Ihre Wertschätzung zu zeigen. Allerdings sollten Sie dann sehr bald aktiv werden.

Und wenn es schon eine E-Mail sein muss, versehen Sie diese doch mit einer kleinen persönlichen Note. Zum Beispiel in Form eines einleitenden Satzes mit einem klaren Bezug zum jeweiligen Empfänger. Ein kleiner Dank zu einem Projekt im abgelaufenen Jahr oder ein anstehendes Projekt im kommenden Jahr …

Kurz: ein Hinweis, der dem Empfänger zeigt, dass Sie sich persönlich mit ihm auseinandergesetzt haben und der ihm zeigt, dass es sich bei dieser E-Mail eben NICHT um eine standardisierte Massen-E-Mail aus Ihrem CRM-System handelt.

Und vermeiden Sie in Ihren Weihnachtsgrüßen um Himmels Willen eines: WERBUNG ! Auch wenn es vielleicht noch so verlockend wirkt, in die Grüße gleich noch Ihr aktuelles Weihnachts- oder Jahresendangebot reinzupacken oder auf Ihr neues Produktangebot hinzuweisen.

Wer sich von der Masse abheben möchte, kann auch überlegen, seinen Kunden unabhängig von Weihnachten eine kleine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Vielleicht zu Jahresanfang oder auch einfach mal zwischendurch während des Jahres. So geht man nicht in der Masse der Weihnachtsgrüße unter.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen zu diesem Thema.

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Unternehmensentwicklung / Business Development - Autor (Buch, Print, Online) - Systemische Beratung / Coaching - Haibach / Aschaffenburg, Wien, Österreich.