Expertenbeitrag: Projektmanagement mit Blick auf die Datensicherheit in drei Schritten

Schutz und Sicherheit von Daten im Internet ist ein fortwährend wichtiges Thema. Gerade im Projektmanagement aktive Unternehmen sollten spätestens mit dem jüngsten IT-Sicherheitsgesetz der Bundesregierung vom Juli 2015 wieder für die Thematik sensibilisiert worden sein. Neben funktionierender Projektmanagement-Software stellt die Sicherheit der Daten eine der wichtigsten Herausforderungen dar. Um ein angemessenes und dauerhaftes Sicherheitsniveau zu gewährleisten, sind zahlreiche Prozesse zu optimieren und teilweise neue zu implementieren.

Schutz der Daten hat Vorrang

Sobald ein Computer an das Internet angeschlossen ist, wird er von zahlreichen digitalen Gefahren bedroht, darunter Viren und Trojaner. Daher gehört leistungsstarke Antivirensoftware zur Kernausstattung jedes Gerätes. Von Systemabstürzen über Netzwerkausfälle bis hin zu Anstieg des Datenvolumens oder gar Datenverlust verursachen die digitalen Gefahren eine Vielzahl von Unannehmlichkeiten. Probleme sind die mangelnde Vorhersehbarkeit und oft unmögliche Identifikation der Malware. Gute Virenscanner bieten neben ihrem umfassenden Virenschutz auch Abwehr von Spam oder Phishing. Zu den Vorzügen von Antivirensoftware gehören:

  • Bereinigung des Systems (bei bereits befallenen Computern)
  • Diebstahlschutz von Daten
  • Schutz vor Malware
  • Verhinderung der Netzwerkbelegung durch Malware
  • Sicherheit der E-Mail-Accounts vor Spam und Phishing
  • Größere Sicherheit beim Online-Banking

Cloud-Nutzung gegen lokalen Datenverlust

Clouds oder virtuelle Server erfreuen sich besonders im Projektmanagement, wo oft sehr große Datenmengen anfallen, zunehmender Bedeutung. Die Wichtigkeit, die Daten zu sichern und zu verwalten lässt viele Projektmanager zu Cloud-Services greifen. Effizient und mit umfangreichen Leistungen ausgestattet, bieten Clouds daneben oft auch die Möglichkeit, Termine, Aufgaben und Teams zu managen. Als relativ sichere Speichermedien mit Wiederherstellungsmöglichkeiten sind Clouds besonders in Anbetracht unvorhersehbarer Zwischenfälle wie Stromausfällen oder Systemabstürzen ein wichtiger Beitrag zur Datensicherheit. Auch für klassische Back-ups sind Clouds eine gute Option ohne zusätzliche Hardware erwerben zu müssen.

Projektmanagement-Software

Sind der vorrangige Schutz vor digitaler Bedrohung und die Sicherheit der Daten gewährleistet, so wird gute Projektmanagement-Software mit wirkmächtigen Tools ein Thema. Auch perfekt geschützte Daten bergen die Gefahr, durch mangelnde Ordnung in Chaos und Datenmüll überzugehen, was einem Verlust der Daten gleichkommt. Im vielseitigen Softwaremarkt findet sich eine Reihe von Werkzeugen für ganz unterschiedliche Zielsetzungen:

  • Microsoft Project, das 1984 als erste Software im Bereich Projektmanagement erschienen ist
  • die seit 1998 angebotene schwedische Alternative Projectplace
  • Basecamp, das 2004 eine Renaissance des Projektmanagements einläutete
  • Copper Project mit ähnlichem Grundansatz wie Basecamp unter Erweiterung um Gantt-Diagramme und detaillierte Berichte
  • die durch einen alternativen Ansatz besonders flexible Lösung Smartsheet aus den USA

Fazit

Sicherheit der Daten vor Bedrohung, Verlust oder Chaos ist im Projektmanagement zentrale Aufgabe neben der Wahl geeigneter Tools zur Zielerreichung. Die Auswahl angemessener Software ist im Abgleich mit den individuellen Zielsetzungen und Bedürfnissen im Projektmanagement vorzunehmen. Reiner Funktionsumfang ist kein Synonym für hohe Qualität der Software oder gar Erfolg im Projekt. In Anbetracht der noch jungen Forschung und Entwicklung von Tools in der Projektmanagement-Software ist es stets lohnenswert, die Veröffentlichung neuer Produkte und Funktionen im Auge zu behalten.

Herzlichen Dank an die Autorin dieses Beitrages, Uta Herzog. Die Autorin beschäftigt sich im Zuge ihrer Tätigkeit als Leiterin im Projektmanagement für Social Media Projekte verschiedener Kunden besonders mit der Sicherheit dieser. Strukturiertes arbeiten und die Absicherung aller gesammelten Learnings und Informationen ist für die Autorin die Maxime, nach der Sie arbeitet. Natürlich aber auch die Zufriedenheit Ihrer Kunden.

Für die Inhalte der Expertenbeiträge und deren Verlinkungen sind die Autoren selbst verantwortlich.

Für Sie getestet: On-Page-Optimierung mit Conversionboosting

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Was bedeutet On-Page-Optimierung? Im Gegensatz zum klassischen SEO (der Suchmaschinenoptimierung / Search Engine Optimization) richtet die On-Page-Optimierung ihr Hauptaugenmerk auf die optische Gestaltung der Seite: Kommen die Mehrwerte des Unternehmens schon beim Klick auf die Startseite gut rüber? Findet der Betrachter auf Anhieb die Möglichkeit für eine Kontaktaufnahme? Sind die Menüpunkte an der richtigen Stelle? usw. usw. Es gibt zahlreichen Kleinigkeiten, die zusammen gesehen den Erfolg einer Webseite ausmachen, und die letztlich darüber entscheiden, ob ein Betrachter die Seite nach 3 Sekunden wieder verlässt, weiterklickt oder gar mit Ihnen Kontakt per E-Mail oder Telefon aufnimmt.

Wie ich dazu kam …

Das Unternehmen ConversionBoosting hatte mich vor ca. 2 Monaten zu einem Test ihres neuen Tools „Analyze“ eingeladen. Und obwohl ich natürlich – wie viele andere auch – felsenfest davon überzeugt war, dass ich auf meiner Seite alles richtig mache, ließ ich mich auf diesen Test ein. Als Versuchsobjekte hatte ich meine Startseite, meine Blog-Startseite sowie eine beliebige Produktseite herausgesucht.

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Wie funktioniert’s?

Analysiert wird die jeweilige Seite zunächst automatisiert – auf Basis von Algorithmen und Erfahrungswerten. Danach erfolgt eine manuelle Sichtung und Nachbearbeitung der Ergebnisse durch eine/n Mitarbeiter/in des Unternehmens. Nach ca. 1 – 2 Tagen hat man dann die Ergebnisse auf dem Bildschirm: Bis zu 5 Vorschlägen, was auf der Seite optimiert werden kann, verbunden mit jeweils ausführlichen Erklärungen, warum und wieso diese Änderung Sinn macht. Dieser Analyselauf wird dann im Abstand von 1 Monat automatisiert wiederholt, sodass dann auch die gemachten Änderungen in die Analyse einfließen und man nach schätzungsweise 2 – 3 Durchläufen einen nahezu optimalen Zustand erreicht haben sollte.

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Mit „Garantiert 10 % mehr Conversions“ wirbt das Unternehmen selbst auf seiner Webseite. Das klingt zunächst nicht viel, bedeutet aber im Ergebnis 10 % mehr Kunden und damit auch 10 % mehr Umsatz. Und wenn man sieht, mit welchen unrealistischen Versprechungen so manches Unternehmen im Internet um Kunden wirbt, klingen 10 % durchaus machbar.

„Und? Hat es funktioniert?“ – ist jetzt sicherlich Ihre nächste Frage.

Doch der Reihe nach: Generell haben mir die beschriebenen Tipps an einigen Stellen sehr gut weiter geholfen, Schwachstellen meiner Seite auszumerzen. Insbesondere waren hier die klare Erkennbarkeit meiner Kompetenzen sowie eine noch deutlichere Darstellung der Kontaktaufnahme-Möglichkeiten auf der Startseite. Vieles davon habe ich zeitnah umgesetzt. Einige Dinge waren aufgrund meiner WordPress-Vorlagen, die ich verwende, nicht so einfach umsetzbar. Sie hätten aufwendig programmiert werden müssen.

Einige Vorschläge habe ich jedoch bewusst nicht umgesetzt. Und an dieser Stelle gilt auch meine Empfehlung, sich nicht blind auf alle Verbesserungsvorschläge zu verlassen. Vielmehr muss sich jeder Unternehmer selbst Gedanken machen, ob die die vorgeschlagenen Änderungen zur eigenen Strategie und zum eigenen CI passen. Ein Beispiel dafür war der Vorschlag, die auf meiner Seite enthaltenen Karikaturen wegzulassen, da die Aussagekraft zu gering sei. Genau diese Karikaturen sind es aber, die sich durch alle meine Auftritte wie ein roter Faden ziehen und die von meinen Interessenten als sehr erfrischend wahrgenommen werden. Dies können natürlich weder die Software noch der Analyst wissen. Hier muss der Unternehmer selbst überlegen, was für ihn richtig ist, auf welche Bestandteile und Botschaften er/sie auf seiner Seite vermitteln will (oder aus bestimmten Gründen lieber vermeiden möchte). Software und Analyst können sicherlich Vorschläge machen, die aus der Erfahrung heraus Sinn machen. Die Verantwortung über das eigene Tun muss der Unternehmer aber letztlich selbst übernehmen. Er muss sicher stellen, dass seine eigene Seite ihn und sein Unternehmrn richtig präsentiert und authentisch wirkt.

Im Moment merke ich aufgrund einer Änderung in der Navigationsstruktur einen regelrechten Boom auf der Webseite. Die Suchzugriffe haben sich in den letzten Tagen um rund 50 % gesteigert. Ob dies eine „Nebenwirkung“ der On-Page-Optimierung ist oder ob Google wieder einmal die Suchalgorithmen geändert hat, kann ich nicht beurteilen. Ebenso ist eine deutliche Steigerung der Downloads meiner E-Bücher / Whitepaper zu verzeichnen. Meine Besucher verweilen um rund 20 – 30 % länger auf meiner Seite und es gibt deutlich mehr Aufrufe von Einzelseiten. Im Ergebnis heißt dies eine deutliche Verbesserung meiner Sichtbarkeit. Ob dies in Folge auch zu den avisierten 10 % mehr Conversions führen wird, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Ein Etappenziel ist jedoch auf jeden Fall erreicht.

Übrigens: Wer nach meiner Schilderung das Tool „Analyze“ von ConversionBoosting selbst ausprobieren möchte, gelangt durch einen Klick auf das Logo (Affiliate-Link) auf die Seite und kann sich dort für einen kostenlosen Demo-Zugang freischalten lassen:

Außerdem kann man sich auf der Seite als Partner eintragen, wenn man das Produkt nach erfolgreichem Test selbst weiterempfehlen möchte (so wie ich dies auch getan habe) und für eine Empfehlung noch ein paar Euro nebenbei verdienen.

Gründerwoche Deutschland 2016 – wieder mit zahlreichen interessanten Vorträgen und Veranstaltungen

Gründerwoche Deutschland / Gründertreff in Aschaffenburg

Die Gründerwoche Deutschland ist eine bundesweite Aktion, um Unternehmertum und Gründergeist zu stärken. Sie ist Teil der internationalen Global Entrepreneurship Week, die vom 14. bis 20. November 2016 zeitgleich in 160 Ländern stattfindet. Die Gründerwoche richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Studierende, junge Erwachsene sowie andere Gründungsinteressierte.

In meiner mittlerweile 12-jährigen selbständigen Beratertätigkeit habe ich zahlreiche Unternehmensgründer/innen kennengelernt und teils vor, während oder in der Zeit nach Ihrer Gründung persönlich unterstützt. Richtige Gründer haben vor allem eines: Selbstbewusstsein und Unternehmergeist. Sie sprühen vor Begeisterung für ihr Unternehmen und ihr Produkt.

Die Steigerung von „Selbstbewusstsein“ bedeutet bei mir „Selbstüberschätzung“: Die Überzeugung nicht nur alles zu können, sondern auch alles besser zu können als alle anderen. Dazu gehört auch die Überzeugung auf jegliche fremde Hilfe verzichten zu können. Auch diesen Typ „Unternehmer“ habe ich in meiner Vergangenheit schon häufig kennen gelernt (und das nicht nur bei Gründern, sondern auch bei gestandenen Unternehmern und Managern). Leider gingen diese Versuche dann aber meist „in die Hose“. 🙁

Eine Möglichkeit sich Unterstützung zu holen sind zum Beispiel die zahlreichen Veranstaltungen, die im Rahmen der Gründerwoche Deutschland angeboten werden. Mit dabei ist auch in diesem Jahr mein Impulsvortrag

„Kopf schlägt Geldbeutel. Wie man auch mit kleinem
Budget erfolgreich Marketing betreiben kann“.

Wir sprechen dabei über Themen wie Empfehlungsmarketing, virales Marketing, nachhaltige Kundenbindung und wie wir die Sozialen Medien für unser Unternehmen nutzen können. Es wird voraussichtlich mindestens einen Termin in Deutschland (Aschaffenburg) + 1 Termin in Österreich (Wien oder Umgebung) geben. Die Veranstaltung habe ich auf ca. 2 Stunden angesetzt: 1 Stunde Vortrag mit vielen Beispielen aus der Praxis, und 1 Stunde zur lockeren Diskussion und Brainstorming. Die Details sind noch in der Ausarbeitung und werden im Laufe der kommenden 1 – 2 Wochen veröffentlicht. Bei Interesse informiere ich Sie auch gerne direkt per E-Mail. Senden Sie mir dazu einfach eine Nachricht über mein Kontaktformular oder beobachten Sie meine Postings auf meiner Facebook-Seite.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist im Rahmen der „Gründerwoche Deutschland“ kostenlos. Lediglich die Kosten für Getränke und Speisen müssen von den Teilnehmern selbst getragen werden.

Die richtigen Kunden ansprechen – mit einem authentischen Marktauftritt

Au weja – da hat sich wohl eine Marketingagentur so richtig Mühe gegen, einen professionellen Marktauftritt für ein Kleinunternehmen zu zaubern und dabei nicht das Unternehmen, sondern eher sich selbst verwirklicht. Es passt alles, wirklich alles, zusammen. Webseite, Slogan, Inneneinrichtung, sogar die Bekleidung der Mitarbeiter. Ein super Auftritt, der zum Besuch einlädt.

Das Problem dabei: lernt man die Produkte des Unternehmens etwas näher kennen, so stellt man sehr schnell fest, dass diese eine komplett andere Zielgruppe ansprechen als der Aussenauftritt vermuten lässt. Der interessierte Besucher wird daher den Laden sehr schnell wieder enttäuscht verlassen und nicht mehr wieder kommen.

Die richtigen Kunden wird das Unternehmen jedoch auch nicht finden können, da diese vom Außenauftritt nicht angesprochen werden. Ob das Unternehmen auf Dauer am Markt eine Chance haben wird? Und dabei haben sie womöglich auch noch ordentlich Geld dafür bezahlt.

Mein Tipp:

Achten Sie bei der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (ob Unternehmensberater, Marketingagenturen, Webdesignern oder was auch immer) darauf, dass sich diese ein genaues und umfassendes Bild von Ihrem Unternehmen machen. In der Regel sollte der Dienstleister bereits von sich aus danach fragen.

Dazu gehören Kenntnisse über Unternehmensstrategie, Unternehmensziele, die Zielgruppe und natürlich auch die Produkte. Auf jeden Fall sollte der Dienstleister auch Ihr Unternehmen von innen kennengelernt haben. Dies alles sollte nicht nur zusammenpassen, sondern muss auch zu Ihnen als Unternehmer passen. Ein guter Berater wird Sie im Rahmen eines Beratungsgespräches in der Regel auf Inkonstistenzen hinweisen. Erst danach sollte mit der Umsetzung und Realisierung begonnen werden.

Ein authentischer Außenauftritt ist das A und O einer erfolgreichen Kundengewinnung – damit ein Interessent, der Ihr Unternehmen zum ersten Mal besucht, genau das antrifft, was auch der erste Eindruck suggeriert.

Expertenbeitrag: Sollten Sie sich selbst Gehalt zahlen? Ein Ratgeber für Selbstständige

Im heutigen Expertenbeitrag geht es um das Thema „Gehaltzahlungen an sich selbst“ – unter welchen Voraussetzungen dies sinnvoll ist und wie eine Lohnbuchhaltungssoftware dabei unterstützen kann, diesen Prozess so schlank wie möglich zu halten. 

Wenn Sie selbstständig arbeiten, gilt für Sie zunächst Mal eine einfache Rechnung. Der Einnahmenüberschuss am Ende des Monats, also Ihr Gewinn, stellt nach Abzug der Steuern und eventueller Mitarbeitervergütungen auch Ihr „Gehalt“ dar, über das Sie frei verfügen können.

Gehalt steht hier deswegen in Anführungszeichen, weil es sich bei Selbstständigen nicht um eine Lohnzahlung im eigentlichen Sinne handelt. Stattdessen behalten Sie Ihren Gewinn, der natürlich je nach Erfolg von Monat zu Monat stark variieren kann. Deswegen ist eine Lohnabrechnung im klassischen Sinne in diesem Fall auch nicht nötig.

Angestellter im eigenen Betrieb

Wenn Sie allerdings in Ihrem eigenen Unternehmen als Geschäftsführer angestellt sind, sieht die Rechtslage anders aus. In dem Fall zahlen Sie sich nämlich selbst ein vertraglich festgelegtes Fixgehalt.

Mit  der Möglichkeit, sich selbst in Ihrem Betrieb anzustellen, sollten Sie sich auf jeden Fall auseinandersetzen. Der Grund dafür ist so einfach wie überzeugend: Sie erwirtschaften mehr Geld. Ihr Gehalt gilt in diesem Fall nämlich als Betriebsausgabe, die natürlich Ihren Gewinn mindert. Das bedeutet, dass Sie weniger Steuern zahlen müssen.

Wenn Sie sich für diese Art des Angestelltenverhältnisses entscheiden, sollten Sie dieses auf jeden Fall genauestens vertraglich dokumentieren. Ob Gehalt, Zusatzleistungen oder auch geldwerte Vorteile: Nur wenn Sie all das zweifelsfrei und wasserdicht festlegen, haben Sie bei einer Überprüfung durch das Finanzamt nichts zu befürchten. Gibt es hier Lücken, machen Sie sich schnell der sogenannten „verdeckten Gewinnausschüttung“ schuldig, was empfindliche Steuernachzahlungen zur Folge hat.

Dieses Delikt liegt auch dann vor, wenn Sie sich ein unverhältnismäßig hohes Gehalt zahlen, um den zu versteuernden Gewinn möglichst gering zu halten. Nutzen Sie also unbedingt Vergütungsstudien, um einen branchenüblichen Lohn zu ermitteln. So können Sie dieses Problem vermeiden.

Ihr Gehalt wird dabei als Einkunft aus nicht selbstständiger Arbeit behandelt, so dass Sie so vorgehen müssen, als würden Sie einen beliebigen anderen Angestellten bezahlen. Sie kommen also auch um eine korrekte und ordnungsgemäße Gehaltsabrechnung nicht herum.

Lohnbuchhaltung muss sein

Viele Selbstständige haben jedoch von Buchhaltung und dem genauen Vorgehen bei einer Lohnabrechnung nicht allzu viel Ahnung. Eine Möglichkeit, die Sie immer nutzen können, ist es, einen Buchhalter einzustellen oder diese Aufgabe gleich komplett auszulagern. Gerade wenn sie keine oder nur sehr wenige Mitarbeiter beschäftigen, lohnt sich das jedoch häufig nicht, da die Kosten für einen spezialisierten Mitarbeiter oder einen externen Dienstleister unverhältnismäßig hoch sind.

Sinnvoller ist es daher für Sie als Angestellten in Ihrem eigenen Betrieb, die Gehaltsabrechnung selbst zu übernehmen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wird Ihnen das zunehmend leichter fallen, besonders, wenn Sie eine Software wie Lexware lohn + gehalt plus zu Hilfe nehmen.

Vorteile einer Lohnbuchhaltungssoftware

Lohnbuchhaltungsprogramme bieten Ihnen in der Regel die meisten Optionen und Features, die man für eine korrekte Gehaltsabrechnung benötigt. Dank der heutzutage üblichen intuitiven Menüführungen und der einfach gestalteten Benutzeroberflächen ist es selbst für Laien keine große Herausforderung mehr, ihren Lohn zu berechnen.

Die wichtigsten Dinge, auf die Sie bei der Anschaffung einer Lohnbuchhaltungssoftware achten sollten:

  • Einfache und schnelle Lohn- und Gehaltsabrechnung durch vorgefertigte Masken, in denen alle wichtigen Gesichtspunkte berücksichtigt werden
  • Problemloses Erfassen, auch von Sondervergütungen oder geldwerten Vorteilen unter Beachtung der rechtlichen Vorgaben (rechtliche Sicherheit)
  • Arbeiten von unterwegs möglich – über entsprechende Online-Anbindung
  • Schnittstellen: Wichtig zu ELSTER oder ELSTAM zur schnellen Übermittlung wichtiger Daten wie Sozialbeiträgen oder Lohnsteuerabzugsmerkmalen
  • Integriertes Online-Banking für effizienten, papierlosen Zahlungsverkehr

Wegen dieser und vieler weiterer Features wird solche Software auch von erfahrenen Buchhaltern genutzt. Wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen, oder auch, wie Eingangs beschrieben nur sich selbst ein Gehalt zahlen wollen, sollten Sie zumindest die kostenlose Testphase nutzen, die viele Hersteller anbieten – Sie werden feststellen, dass diese Software Ihre Lohnabrechnung erheblich erleichtert und verschnellert.

Zum Autor:

Robert Wood, ist gebürtiger Engländer, 56 Jahre, hat in Leeds Wirtschaft studiert und wohnt seit knapp 30 Jahren in der Nähe von Ansbach. Er hat lange als selbstständiger Steuerberater gearbeitet. Ab und an schreibt er Artikel für Selbstständige, da er die Probleme die auftreten können  aus eigener Erfahrung kennt.

Für Expertenbeiträge und deren Inhalte und Verlinkungen sind die Autoren selbst verantwortlich. 

Wenn schon in der Akquisephase alles schief geht …..

„Wenn schon in der Akquisephase alles schief geht, wie wird dies später sein, wenn ich erst einmal Kunde bin?“

Diese Frage stelle ich mir immer wieder, wenn ich mir anschaue, wie Unternehmen mit Interessenten umgehen. Und in der Tat ist der erste Eindruck dafür entscheidend, ob ein weiterer Kontakt oder gar eine Kundenbeziehung daraus entsteht. Und es gibt für den ersten Eindruck selten eine zweite Chance.

Im vorliegenden Fall hatte ich mich bei einem Unternehmen für eine Dienstleistung interessiert. Der Name des Unternehmens und die Branche spielt keine Rolle. Diese sind beliebig austauschbar. Es hätte überall passieren können. Die Webseite des Unternehmens bot mir für meine Kontaktaufnahme alle Möglichkeiten: Mein Anliegen zu schildern mit einer Rückmeldung alternativ per E-Mail oder Telefon, einen Rückrufservice, einen Online-Chat sowie eine kostenlose 0800-er Nummer. Also freie Auswahl.

Ich entschied mich dafür, mein Anliegen zu beschreiben und bat um Rückmeldung per E-Mail. Am späten Nachmittag des Tag 3 nach meiner Anfrage – bis dahin war noch nichts passiert – meldete ich mich bei dem Unternehmen mit einer Notiz auf deren Facebook-Seite. Man entschuldigte sich freundlich, versicherte, dass solche Dinge normalerweise nicht passieren und empfahl mir die Möglichkeit des Rückrufservices zu nutzen oder selbst die 0800-er Nummer anzurufen. Ich entschied mich für den Rückrufservice mit der Bitte am kommenden Werktag zwischen 9:00 und 12:00 Uhr zu telefonieren. Erneute Meldung über die Facebook-Seite, als auch dann nichts passierte. Spätestens jetzt hätte die Social Media-Abteilung die Notbremse ziehen müssen und einen internen Prüfungsprozess anstoßen müssen.

Doch was geschah stattdessen: Man empfahl mir den nächsten Kommunikationsweg, den Chat, mal auszuprobieren. Ob dieser besser funktioniert als die anderen Kommunikationswege, werde ich sicherlich nie erfahren. Denn ich habe mich zwischenzeitlich entschieden, von weiteren verzweifelten Versuchen dieser Art Abstand zu nehmen.

Denn die Bemühungen eines Unternehmens einen Kunden zu gewinnen, zeigen Vieles über die Wertigkeit des Kunden in einer späteren Geschäftsbeziehung.

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