Wem „gehört“ der Kunde?


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In der Computerwoche Online fand ich diesen interessanten Artikel zur Social Media Nutzung (hier im speziellen XING):

Klare Regeln für den Arbeitsplatzwechsel: „Ade – aber Ihr Xing-Account bleibt da!“

Interessanter Artikel, da gerade sehr viele Arbeitgeber die Nutzung von XING und anderen sozialen Netzwerken noch immer als private Spielerei abstempeln. Ja die Nutzung sogar während der Arbeitszeit verbieten. Ich kenne einige solcher Unternehmen. Doch hat der Mitarbeiter mit den „privaten Spielereien“ Erfolg und gewinnt daraus Kunden, möchte man natürlich schon gerne davon partizipieren, ja den Kunden sogar für sich beanspruchen.

Etwas anderes ist es natürlich, wenn der Arbeitgeber die Nutzung von Socialen Netzwerken ausdrücklich erlaubt oder diese sogar fördert, was der Artikel auch sehr gut beschreibt.

Allerdings veranlasst mich dieser Artikel wieder einmal zu einer anderen Frage:

  • Wem gehört eigentlich ein „Kunde“?

„Es ist mein Kunde, weil … „, „Nein, mein Kunde, weil …“. Hier wird gestritten, wie um einen herrenlosen 10-EUR-Schein, oder um das letzte Brötchen in der Bäckerei.

Ja, wem „gehört“ eigentlich ein Kunde? Und wann ist ein Kunde ein Kunde? Doch nur solange er bereit ist, mit mir Geschäfte zu machen, oder? Und diese Entscheidung trifft in der Regel er –  der Kunde – und hängt natürlich unter anderem davon ab, wie ich mit ihm umgehe. Kundenschutz hin oder her.

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen zu diesem Thema.

Viele Grüße

Hubert Baumann


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Unternehmensentwicklung / Business Development - Autor (Buch, Print, Online) - Systemische Beratung / Coaching - Haibach / Aschaffenburg, Wien, Österreich.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin seit Jahren bei einem Facharzt. Als er die Uni-Klinik verlies, bin ich mit ihm in eine Spezialpraxis gewechselt. Aber nach knapp 10 Jahren hat er sich entschieden, mit zwei Kollegen eine eigen Praxis zu eröffnen. Also hat er mich gefragt, ob ich erneut mit ihm wechseln möchte. Dies hat er sehr transparent durchgeführt und zeigte sich auch in einem Brief der alten Praxis, die an alle seine Patienten einen netten Brief schrieb und beiude Optionen anboten – wechseln oder bei einem anderen Arzt in der Praxis zu bleiben. Das war in meinen Augen ein sehr professioneller und kollegialer Umgang miteinander.

    Ähnlich sollte es bei Social-Media-Accounts passieren. Beide Seiten sollten den Kunden informieren. Dieser entscheidet letzlich. Bei der Namensgebung ist natürlich klar, dass die alte Firma die Rechte am Namen behält.

  2. Die Frage ist gut, die Antwort eigentlich genauso schwer wie einfach „Niemanden und Jeden“.
    Wenn ein Mitarbeiter einen Kunden wirbt, so kommt es drauf an was der Mitarbeiter dem Kunden bieten kann. Ist er überhaupt der richtige Ansprechpartner?

    Am Ende geht es doch intern darum, dass der Kunde sich perfekt aufgehoben fühlt. Hierzu zählt natürlich auch, dass er so wenig wie möglich Ansprechpartner in einem Unternehmen hat. Diese müssen aber möglichst alle Fragen des Kunden beantworten können (ggf. als Schnittstelle zwischen Kunden und weiteren Abteilungen).
    Wichtig ist, dass dann der Kunde an das Unternehmen gebunden wird, damit er erst gar kein Grund findet abzuwandern.
    Hierauf wird heutzutage leider immer noch viel zu wenig drauf geachtet. Wichtiger ist den Unternehmern meistens der Wachstum, anstatt die Bestandskunden ordentlich zu betreuen. Was nutzt mir eine hohe Anzahl von Kunden wenn viele davon nur einmalig konvertieren und beim nächsten Auftrag als ersten Anlauf wieder Google verwenden um zu schauen wo sie kaufen können?

    Daher kann es nur die Aussage geben: „Der Kunde gehört sich selbst, aber als Unternehmen sollte ich ihn hegen und pflegen. Denn dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er ordentlich Wächst und idealerweise auch Ableger produziert“.

  3. Mehrfach hat sich einer meiner angestellten Meister in den letzten Jahrzehnte selbstständig gemacht. Immer haben diese Meister auch „meine“ Kunden „mit genommen“, in einem Fall ein sehr großer – von dem Meister betreuter – Industriekunde. Natürlich war das schmerzhaft und hat mich auch geärgert.

    Selbstverständlich waren das „meine“ Kunden. Aber, Sie schreiben es ja richtig, der Kunde entscheidet. So waren die von den Meistern mit genommenen Kunden eben nicht mehr meine Kunden. Schmerzhaft, aber eigentlich ganz einfach oder?

    Mit farbenfrohen und :-) Grüßen, Ihr Opti-Maler-Partner,
    Werner Deck

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