Warum Grafik nicht gleich Grafik ist – und Küchenbauer keine Wohnzimmerregale bauen? Ein Beitrag von Wirtschaftsgrafikerin Silke Karzmarzik

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Wer eine Präsentation erstellen und diese optisch gut aufbereiten will, kommt in der Regel an einer Software, wie beispielsweise Powerpoint, nicht vorbei. Zur Erleichterung der Seitengestaltung gibt es Vorlagen, in der Powerpoint-Sprache auch als „Master“ bezeichnet.

Worauf man bei der Erstellung von Powerpoint-Vorlagen achten sollte, und warum es nicht unbedingt Sinn macht, die Powerpoints von seinem Grafikdesigner erstellen zu lassen, der auch die Unternehmensbroschüren, Visitenkarten etc. erstellt hat, erklärt uns Wirtschaftsgrafikerin und Powerpoint-Spezialistin Silke Karzmarzik:

Stellen Sie sich vor, Sie haben von einem Fachmann für Einbauküchen eine neue Küche planen und einbauen lassen. Beauftragen Sie ihn dann auch gleich mit dem Bücherregal, das in eine Dachschräge eingepasst werden soll? In der Regel sicher nicht. Warum? Weil Sie sich darauf verlassen wollen, dass das Bücherregal genau auf Ihre Ansprüche angepasst ist und die Dachschräge perfekt ausfüllt.

Warum aber erwarten die meisten Unternehmen von einem Grafikdesigner, dass er auch eine Powerpointvorlage gemäß dem Corporate Design entwickeln kann. Weil Grafik gleich Grafik ist? 

Leider ist das ein Irrtum. Nicht jeder Grafikdesigner, der perfekt Ihr Logo entwickeln kann, der sich auf Webseiten spezialisiert hat oder auf Printmedien, kann auch mit Powerpoint umgehen. Das ist in seiner praktischen Arbeit meistens auch nicht notwendig. Aber es wird häufig so praktiziert, dass der Designer auch eine Powerpointvorlage erstellt.

Heraus kommt dann eine Vorlage, die nach dem Aussehen zwar dem Corporate Design entspricht, aber mit der man nicht effizient arbeiten kann. Essenzielle Dinge wie Farben und Schriftarten, Platzierung von Standardobjekten sind nicht oder nicht ausreichend definiert.

Das wirkt sich fatal auf die praktische Arbeit aus.

Die Farben variieren, die Überschriften stehen nicht immer an derselben Stelle, sie „verspringen“. Eine Übertragung von Seiten zwischen verschiedenen Dateien ist mit großem manuellem Aufwand verbunden, da jedes einzelne Objekt neu angepasst werden muss.


Die Folge

Das Erscheinungsbild ist oft sehr unterschiedlich – je nach dem, welcher Mitarbeiter die Präsentation erstellt hat. Ihre „Corporate Identity“ wird unter Umständen nicht eingehalten.

Mein Tipp:

Investieren Sie einmalig in die professionelle Erstellung einer Mastervorlage und die Erarbeitung von entsprechenden Standards. Der Aufwand dafür ist vergleichbar gering gegenüber der Zeit und dem Aufwand, die Sie sich in Ihrer täglichen Arbeit sparen. Ihre Arbeitszeit und die Ihrer Mitarbeiter sollte Ihnen das wert sein.

In einer korrekten Vorlage sind alle Vorgaben direkt im Master hinterlegt. Ein auf Ihre Bedürfnisse angepasstes Farbschema ist eingerichtet und es gibt Vorlagen für Standardseiten (Titel, Agenda/Inhalt, Abschluss etc.). Ein Austausch von Seiten zwischen verschiedenen Dateien ist ohne manuelle Anpassungsarbeiten möglich. Und egal, welcher Mitarbeiter eine Präsentation erstellt, Ihre Corporate Identity wird immer einheitlich wiedergegeben.

Silke Karzmarzik - WirtschaftsgrafikerinMehr können Sie gern in einem persönlichen Gespräch erfahren. Kontaktieren Sie mich am besten über meine Webseite: www.silkekarzmarzik.com

Herzlichen Dank an Hubert Baumann für die Einladung zu diesem Gastbeitrag!

Auch von meiner Seite einen herzlichen Dank an Silke Karzmarzik für diese wichtigen Erläuterungen.

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Veröffentlicht von

//hubertbaumann.com/

Unternehmensentwicklung / Business Development - Autor (Buch, Print, Online) - Systemische Beratung / Coaching - Haibach / Aschaffenburg, Wien, Österreich.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr guter und interessanter Einblick. Wenn man – wie ich selbst – oft Powerpoint-Präsentationen produziert, dann sieht man den Vorher-/Nachher-Effekt sobald ein Profi darüber geschaut hat – jeder hat eben seine Stärken.

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