So verbringen Sie Ihren Urlaub ungewollt im Büro eines fremden Menschen :-)


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Da kommt der gestresste Unternehmer oder Manager endlich raus aus dem Alltag – und was tut Mensch oder Menschin? Er oder sie nimmt den Alltag einfach mit und wechselt am Ende nur die Kulisse, in der sich der Alltagsstress abspielt. Doch es kommt noch schlimmer. ….. 

Richtig klein fühlt man sich vor dieser mächtigen Kulisse zwischen Schlern, Rosszähnen, Lang- und Plattkofel auf der Seiser Alm in Südtirol. In einem riesengroßen Naturschutzgebiet, in dem sogar das Autofahren nur auf Sondergenehmigung erlaubt ist, kann man so richtig ausspannen, die Natur erleben, Spazieren gehen, Klettern oder einfach nur die Stille genießen. 

Doch der Schein trügt. ….. (Lesen Sie unter dem Bild weiter)

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Plötzlich ertönt in der Jackentasche einer Spaziergängerin in meiner direkten Umgebung ein lautes Signal. Und schon sind wir alle gemeinsam mittendrin:

… in ihrem Büro.

Sie geht ran, ein lautstarker, etwa 15-minütiger Monolog in einer fremden Sprache beginnt. Sie läuft aufgeregt den Spazierweg auf und ab, begrenzt durch die unsichtbaren Wände ihres Büros, das ich nach meinen subjektiven Einschätzungen etwa in einer Diagonale von 4 – 5 Metern vermutete. Die Gestik von Kopf und Händen lassen erkennen, dass es bei dem Telefonat um etwas „wirklich Wichtiges“ handeln musste – das aber nach dem Urlaub oder am Abend im Hotelzimmer garantiert auch noch seinen Raum gefunden hätte.

Wir beobachten eine Weile, schütteln den Kopf und beginnen nach einer Weile unwillkürlich zu lachen. Ihr Begleiter hätte sie auf die Problematik hinweisen können. Doch er hatte selbst Wichtiges zu tun – er war selbst gerade in seinem „Büro“ – in etwa 20 Metern Entfernung von ihr, jedoch deutlich leiser und unauffälliger.

So gibt uns die moderne Technik viele Möglichkeiten, immer und überall mit aller Welt verbunden zu sein: Per Telefon, SMS, E-Mail, WhatsApp oder Facebook-Chat.

… überall,
am Strand, im Schwimmbad, im vollbesetzten Bus, im Speisesaal zwischen Knödeln und Schweinebraten, auf dem Berggipfel oder am Klettersteig an einer Felswand hängend.

… mit der Möglichkeit,
unser Büro und unseren Stress überall hin mitzunehmen und lediglich die Bürowände gegen in eine andere Kulisse zu tauschen.

… verbunden mit der einmaligen Chance,
beliebig viele unbeteiligte erholungssuchende Mitmenschen am eigenen Büroalltag teilhaben zu lassen und die eigene Wichtigkeit zu präsentieren.

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Und da meine Beiträge meistens mit einem Tipp oder einer Empfehlung enden, auch hier ein (nicht ganz ernst gemeinter) Rat:

Stellen Sie sicher, dass Ihre Betriebsgeheimnisse, die auf diese Weise unkontrolliert an die Öffentlichkeit kommen, nicht in falsche Hände geraten. Wie? Na, das weiss ich auch nicht. … Vielleicht mit einer Geheimhaltungserklärung, die Sie die unfreiwilligen Mithörenden unterschreiben lassen :-) :-) Was nützt eine abhörsichere Leitung und die beste verschlüsselte Datenverbindung, wenn rundherum alle mithören.

In diesem Sinne Ihnen / Euch allen eine schöne Sommerzeit und einen erholsamen Urlaub. Und lassen Sie den Alltagsstress dort wo er hingehört: zu Hause im Büro.

Und wenn Sie schon selbst nicht abschalten können oder wollen: Tun Sie’s bitte leise und unauffällig und gönnen Sie Ihren Mitmenschen ihre wohlverdiente Auszeit.

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Unternehmensentwicklung / Business Development - Autor (Buch, Print, Online) - Systemische Beratung / Coaching - Haibach / Aschaffenburg, Wien, Österreich.

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